Sonntag, 8. August 2010

Hauskauf: Verhandlungen

Und weiter geht es mit der Berichterstattung vom Januar 2010, dem mittlerweile neunten Monat unseres Hauskaufprojekts. Nach grundsätzlicher Kaufentscheidung, ersten Finanzierungs anfragen mit am Ende Erfolg bei der blauen Regionalbank kann ich nun mit Grundbuchauszug eine wirkliche Aussage über die Finanzierbarkeit des Grundstücks und Hauses bekommen.
Und am 21. Januar kommt dann der Anruf von der Bank: es geht alles klar, ich werde zum 26. Januar zum Gespräch über ein Finanzierungsangebot geladen. Das Angebot an sich ist annehmbar, aber nicht endgültig: für eine schriftliche Finanzierungszusage wird noch ein Kaufvertragsentwurf benötigt. Ich solle aber mal davon ausgehen, dass das dann schon auch funktioniert.

Das ist ja mal eine gute Nachricht! Und rief den Verkäufer an. Der ist irgendwie aber gar nicht mehr so hochmotiviert, er weiß plötzlich nicht mehr so genau, ob er das Haus wirklich verkaufen will und sollte, dann muss er sich ja auch was anderes suchen und umziehen... er macht jetzt demnächst erst mal Skiurlaub und überlegt es sich dann. Äh, hör ich richtig?

Ende Februar meldet er sich dann wieder: Er ist zu dem Entschluss gekommen, doch zu verkaufen. Na wie nett, nach dem Stress, den wir schon hatten. Der Notar wird beauftragt, einen Vertragsentwurf anzufertigen, und wird damit dann auch schon nach drei Wochen fertig -- es ist jetzt also Mitte März 2010...
Der Vertrag ist im Großen und Ganzen ok, es gibt einige Dinge, die noch geklärt und verhandelt werden müssen, doch eins fällt mir vor allem auf: die Holzschädlinge im Dachboden sind extra erwähnt. Das muss nicht sein, es ist schließlich sowieso eine "gekauft wie besehen"-Klausel drin, und mir schwanen nach den bisherigen Erfahrungen Probleme damit bei der Bank.

Am 01. April ist ein Verhandlungs- und Erklärungstermin beim Notar. Einige Probleme klären sich dabei, ein paar Dinge werden klarer, doch der Satz mit den Holzschädlingen soll drin bleiben - auch, obwohl der Notar zustimmt, dass er nicht unbedingt nötig ist. Der Verkäufer möchte sich mit diesem Satz aber gegenüber Dritten des Verdachts erwehren, das Haus zu billig verkauft zu haben. Es hilft alles nichts.

Nach zwei Wochen bekomme ich den geänderten Vertragsentwurf zugestellt und gebe ihn also Ende April bei der Bank ab und weise auch gleich auf den Spezialsatz hin. Der Berater meint schon, hm, das ist nicht gut. Sie würden das prüfen.

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