Sonntag, 15. August 2010

Die K-Frage

Da unsere zukünftige Küche ja sehr, hm, leer ist, beschäftigen wir uns gerade sehr mit Küchenplanung. Glücklicherweise ist der Raum einfach, groß und rechteckig, was die Planung der Küche eigentlich einfach macht: Ich hatte schon vor einigen Monaten mal mit dem IKEA Küchenplaner (als einziges Programm dazu, das ich gefunden habe) eine Grobplanung gemacht, was in unserer Küche denn so alles möglich ist.

Natürlich haben wir bei einem unserer zahlreichen IKEA-Besuche auch mal geguckt, ob uns die Küchenfronten dort so gefallen. Zunächst hatten wir mal eine schicke Lackfront im Auge, doch irgendwann fiel uns dann ein, dass unsere zukünftige Küche einen Terazzoboden, so typisch schwarz-weiß gepunktet hat (den wir selbstverständlich auch offen lassen wollen). Also dachten wir uns, eine wärmere Optik wäre wohl besser - und landeten natürlich bei den Holzfronten. Die gibt es natürlich auch bei IKEA (Ädel Buche), aber so richtig überzeugt haben sie uns nicht. Außerdem ist die Elektrogeräteauswahl da auch eher sparsam.
Also sind wir, auch auf Betreiben unserer Verwandtschaft, mal zu Küchen Aktuell gefahren. Dort gab es ja immerhin einige Holzfronten, und auch schon etwas hochwertiger (wir haben dort eine ganz nette Schüller Firenze Ahorn honig gefunden). Aber um zu erfahren, was einen der Spaß auch nur in etwa kostet, muss man sich drei Stunden "beraten" lassen. Bei der Beratung kommt dann exakt die Küchenaufteilung heraus, die ich auch selbst geplant hatte, neben einem mal locker doppelt so hohen Preis wie beim Elch. Leider, und dafür habe ich absolut kein Verständnis, bekommt man keinen Ausdruck über das Angebot, weiß also eigentlich überhaupt nicht, was man für das Geld bekommt - angeblich sei das branchenüblich. Immerhin gibt es ein paar Kataloge von Neff und Blanco mit nach Hause. Trotzdem bleibt das Gefühl eines nur halbseriösen Geschäfts.
Die Kataloge durchstudiert stelle ich fest, dass ich mich selbst irgendwie doch besser beraten kann und bei meiner Selbstgeräteauswahl (und natürlich der Google Preissuche, um auf dem Teppich zu bleiben) auf gänzlich andere Geräte komme:
Spülmaschinen gibt es auch mit 1/3 weniger Wasserverbrauch, aber vor allem gibt es Backöfen, bei denen die komplette Tür im Gerät versenkbar ist. Das brauchen wir! Endlich richtig an den Backofen rankommen! Und warum soll die Gaskochmulde eigentlich nur 60cm breit sein, es gibt für gerade mal 100 Euro mehr 80cm breite Mulden mit einem fünften Riesenflammring. Sehr sinnvoll, finden wir.

Damit hätten wir zur Auswahl: Ein Küchenstudio, bei dem wir uns beschubst fühlen, und den Elch, bei dem man klar weiß, was es für's Geld gibt, aber wo wir mit der Ware nicht ganz zufrieden sind.
Nun gut, was tut man in seiner Verzweiflung? Man googelt sich durch die Weltgeschichte, was es denn für schöne Küchen mit Holzfronten gibt. Wie eigentlich immer zum Thema Küche und Essen landet man eher über kurz als lang im ziemlich guten Forum von chefkoch.de, und dort haben doch einige sehr gute Erfahrungen mit Küchen von rs möbel gemacht - und die sind komplett aus Massivholz! Ahja, klingt ja toll. Branchenunüblich zeigt rs sogar direkt auf der Webseite die Preise an, und "unsere" Küche zusammengetickert ergibt sich ein Preis, der zwar nahe an Küchen aktuell und Schüller herankommt, aber auch nicht darüber hinausschießt. Mit dem Vorteil, dass das Geschäft uns seriöser vorkommt und man die Küche wie bei IKEA auch ohne Diskussionen selbst montieren darf. Nun wollen wir so eine Küche natürlich auch in Echt sehen.
Gott sei Dank wohnen wir ja in einer Weltstadt mit entsprechender Niederlassung, und, was soll man groß sagen, die Küchen sehen wirklich so aus wie im Katalog und fühlen sich, naja, halt nach Holz an. Gefällt uns sehr gut, so soll es werden! Jedenfalls Stand heute.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen