Donnerstag, 26. November 2009

Noch drei Wochen

Und bitte keinen Tag länger!

Man hört nichts mehr von uns? Nun - die Tage sind hier ziemlich gleichförmig. Morgens viel zu früh wachwerden, Zeit rumbringen bis zum Mittagsschlaf - das heisst rausgehen, austoben, entdecken, Grenzen austesten, neue Sachen erforschen (das geht dann auch öfter mal über die Lebensdauer dieser Sachen hinaus). Einkäufe erledigen, kochen.

Mittagessen und schon dabei darum bitten, schlafen gehen zu dürfen.

Aufwachen und spielen, so ähnlich wie am Vormittag. Rausgehen oder das Kinderzimmer unsicher machen. Alle auffindbaren Kuscheltiere auf Toilette setzen und hinterher klorollenweise bei den Opfern Popoputzen. Warten, bis man Papa von der S-Bahn abholen darf. Theo fragt allerdings schon ab etwa halb 5, ob er Papa abholen darf - locker 1,5 Stunden zu früh. Dazu holt er Schuhe, Jacke und macht die Wohnungstür auf. Hält man ihn in einer dieser Aktivitäten zurück, legt er gern mal einen Tobsuchtsanfall hin, öfter auch steigerbar bis zum Affektkrampf.

Papa abgeholt, wird noch ein bisschen gespielt, zu Abend gegessen und dann geht's ins Bett. Milch trinken, wonach Theo schon ab kurz nach dem Milch trinken nach dem Mittagsschlaf ungeduldig fragt - und schlafen.

Und dann ist Ruhe genießen angesagt. Endlich in die Badewanne, endlich auf dem Sofa hinlegen, endlich mal Ohren ausschalten - keine Musik, wenig Fernsehen, interessante Gespräche und Gedanken - kein Geschrei, Gemecker, Wohnung-Umgeräume, alles-was-nicht-erlaubt-ist-Gemache...

Ja, so ist das im Moment. Anstrengend und ich zähle jeden Tag bis zur Geburt. Jeden Tag freue ich mich, wenn ich einen cm meines virtuellen 21-cm-langen Maßbandes abschneiden kann. Mein Bauchumfang hat sich in den letzten 10 Monaten um mehr als 50cm nach oben bewegt. Dafür kann ich mich umso schlechter bewegen ;-) Ich bin von natur aus ungeduldig und bin es jetzt noch mehr. Das tut mir leid für Theo - aber auch er hat es bald geschafft - und dann ist er seiner kleinen Schwester sicher ein toller großer Bruder. Hört er "Bebi" doch jetzt schon immer gern mit seinen Bauklötzen ab wie die Hebamme, gibt ihr Küsschen, füttert sie mit Äpfeln und Kuchen und lässt sie Milch trinken.

Tja, und doch bin ich noch völlig unvorbereitet. Kaum Materialien für die Geburt zusammen, keine Kliniktasche, Ultraschalltermine wegen akuter Unlust und eigentlicher Überlflüssigkeit abgesagt, keine Mini-Kleidung gewaschen und bereitgelegt, Wohnung noch im Chaos, und so weiter - und noch tausend Sachen auf meiner ebenso noch nicht existenten to-do-Liste...puhh!

Und noch kein Elan dafür in Sicht. Das sagt mir, dass es zur Geburt dann doch noch eine Weile hin ist.

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